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Geschichte von Mallnitz

 

Die Geschichte von Mallnitz ist eng mit seiner geographischen Lage
verbunden. Bereits seit Jahrtausenden wurden die Alpenpässe bei Mallnitz
als Übergang benutzt, erste Funde lassen sich auf 5.000 Jahre vor heute
zurückdatieren. Die erste Besiedelung der Region erfolgte dann durch
die Kelten ab dem 3. Jahrhundert vor Christus. Funde keltischer
Silbermünzen beiderseits des Mallnitzer Tauern belegen die Existenz von
Handelsrouten. Im 2. Jahrhundert vor Christus waren es die Römer, die
den Mallnitzer Tauern als wichtigen Passübergang nutzten, Römische
Feldherren ließen hier die ersten befestigten Passstraßen errichten. Der
Einfall der Slawen um 600 nach Christus bereitete der Römischen
Vorherrschaft ein Ende, aus dieser Zeit lässt sich auch der Ortsname
Mallnitz ableiten. Das frühslawische „Malinica“ kann als „kleine Möll“
gedeutet werden.

Die Region des Mölltals war nur spärlich besiedelt bis im
Mittelalter die Blütezeit des Siedlungsbaus einsetzte. Auch die
Tauernübergänge gewan-nen erneut an Bedeutung, und so war es wiederum
die geographische Lage von Mallnitz am Übergang zum Gasteinertal, die
entscheidend zur Entwicklung beitrug. Durch die „Säumerei“ fand ein
Großteil der Mallnitzer Bevölkerung eine einträgliche Einkommensquelle
zusätzlich zur Landwirt-schaft. Grundlage für den Saumhandel bildeten
der Salztransport aus den Salinen im Norden nach Süden, sowie später der
Transport von Wein und anderen Waren nach Norden. Die schweren
Fuhrwerke wurden auf Pferde und Maultiere umgeladen, um die Waren über
den Tauern ins benachbarte Gasteinertal zu bringen.

Erst 1909 wurde die Tauernbahn eröffnet und mit der Anbindung an den
internationalen Bahnverkehr verbesserte sich die Erreichbarkeit von
Mallnitz wesentlich. Dadurch war auch eine wichtige Grundlage für die
Entwicklung des Tourismus in Mallnitz gegeben. So ist es wenig
verwun-derlich, dass in Mallnitz die erste Schischule Kärntens entstand
und Ende der 40er Jahre ein erster Sessellift eingerichtet wurde. Trotz
dieser frühen touristischen Nutzung hat sich Mallnitz seinen
ursprünglichen Charme bewahrt und setzt heute als Nationalparkgemeinde
und Bergsteigerdorf auf Sanften Tourismus, Naturerlebnis und die
Naturschönheiten, die ja bereits vor 100 Jahren die Touristen nach
Mallnitz lockten.

 

ALPINGESCHICHTE

Schon sehr früh entdeckten auch
Bergsteiger,  vor allem aus dem Norden Deutschlands, die wunderschöne
Bergwelt rund um Mallnitz. Die Sektionen des Deutschen und
Oesterreichischen Alpenvereines waren es auch, die in den bis dahin
unerschlossenen Gebirgsgruppen rund um Mallnitz ihre Schutzhütten und
Wege errichteten. Die Hüttennamen würdigen den Einsatz und die mühevolle
Arbeit der Sektionen, die sich zum Großteil seit mehr als hundert
Jahren in Mallnitz engagieren. Das Hannoverhaus wurde bereits 1888
erbaut, die übrigen Hütten rund um Mallnitz wurden in den ersten Jahren
nach Eröffnung der Tauernbahn errichtet. Unter den vielen Bergtouristen
befand sich auch Edmund Mojsisovics von Mojsvár, einer der Mitbegründer
des Alpenvereins. Mojsisovics kam Jahr für Jahr als Urlaubsgast nach
Mallnitz und verbrachte anschließend hier seinen Ruhestand. Die ersten
Gipfel rund um Mallnitz wurden allerdings bereits lange vor der
touristischen Erschließung bestiegen. Schon 1762 wurde der Ankogel
(3.250 m) vom Anlauftal aus durch den Bauern Patschg bestiegen, was als
früheste Besteigung eines Dreitausenders im Alpenraum gilt. Die frühe
alpinistische Erschließung dieser Region gipfelte in der Besteigung der
Hochalmspitze im Jahr 1859.

Weitere interessante Informationen über die Geschichte von Mallnitz lesen Sie auf: https://www.mallnitz.gv.at/geschichte-mallnitz